duurzaamheid · 19 January 2025

Ist EPS (Styropor) wirklich so schlecht? Ein ehrlicher Blick

Ist EPS (Styropor) wirklich so schlecht? Ein ehrlicher Blick

EPS – auch bekannt als Styropor oder Tempex – steht seit Jahren im Fokus der Nachhaltigkeitsdebatte. „Einweg“, „schlecht recycelbar“, „umweltschädlich“: die Assoziationen sind selten positiv. Aber entspricht dieses Bild noch der Realität? Ein ehrlicher Blick.

Was EPS wirklich ist

EPS (expandiertes Polystyrol) besteht zu mehr als 98 % aus Luft. Die restlichen 2 % sind Polystyrol, ein Kunststoff, der grundsätzlich gut recycelbar ist. Das Material selbst ist also extrem leicht und enthält überraschend wenig Rohstoff pro Verpackung.

Das eigentliche Problem: Logistik, nicht Material

Das EPS-Recyclingproblem in den Niederlanden liegt nicht im Material, sondern in der Sammlung. EPS-Verpackungen landen oft im Restmüll, weil:

  • viele Gemeinden keine separate EPS-Sammlung anbieten
  • EPS voluminös ist und dadurch pro Kilogramm viele Transportkilometer verursacht
  • Verbraucher nicht immer wissen, wo sie es abgeben können

Wo es funktioniert

In Ländern wie Deutschland und Belgien wird EPS großflächig über spezialisierte Sammelstellen recycelt. Bei größeren Unternehmen – zum Beispiel Supermarktketten und Fulfillmentzentren – entsteht immer häufiger eine geschlossene EPS-Kette: Verpackungen werden zentral gesammelt, gepresst und als Rohstoff an EPS-Hersteller zurückgegeben. So wird EPS effektiv zirkulär.

Woran Cooled Solutions arbeitet

Wir verweisen Kunden, wo möglich, auf lokale EPS-Sammelstellen und bieten B2B-Kunden mit größeren Volumina Lösungen für zentrale Rücknahmen an. Außerdem investieren wir in Alternativen für Sendungen, bei denen EPS nicht die beste Wahl ist – wie Wabenkarton für 24-Stunden-Sendungen, die im Altpapier entsorgt werden können.

EPS versus Wabenkarton: Wann welches?

EPS bleibt die beste Wahl für:

  • Sendungen mit hohen Isolationsanforderungen (48 Stunden und mehr)
  • Schwere Produkte, bei denen die Stabilität von EPS zählt
  • Anwendungen, bei denen Gewicht und Transportkosten kritisch sind

Wabenkarton ist die bessere Wahl für:

  • Webshop-Sendungen bis 24 Stunden, bei denen Verbraucher die Verpackung im Altpapier entsorgen können
  • Brand-Marketing-Anwendungen, bei denen die Verpackung die Nachhaltigkeitspositionierung unterstützt
  • FSC-pflichtige Lieferketten

Fazit

EPS ist nicht von Natur aus schlecht – es ist ein effizientes Material mit einer logistischen Herausforderung. Wenn Sie Nachhaltigkeit ernst nehmen, wählen Sie je nach Sendungstyp das richtige Material, anstatt ein Material pauschal zu verbieten. Unsere Berater helfen Ihnen gerne bei dieser Entscheidung.

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